Die Jugend des Deutschen Alpenvereins macht Meinung auf dem Bundesjugendleitertag 2013! Dieses Wochenende, 25.10, bis 27.10.2013, hat der Bundesjugendleitertag in Köln stattgefunden. Die Jugend hat sich dabei klar zur Olympia Bewerbung, Mount Everest Besteigung durch den Summit Club, Slacklinen, Selbstversorgerhütten, Gender Mainstream und zum Leistungssport positioniert. Zudem wurde die neue Bundesjugendleitungen gewählt.

Mount Everest Besteigung

Der DAV Summit Club plant Mount Everest Besteigungen in den kommenden Jahren. Die JDAV fragt sich dabei: „geht’s noch?“ Die Meinung in der Jugend ist sehr eindeutig. Mittels Dringlichkeitantrag spricht sich die Jugend gegen die Besteigung des Everest durch den Summit Club aus. Der Mount Everest ist – noch – ein besonderer Berg und seine Reize sollten gewahrt werden. Nicht das die Jugend sich komplett gegen die Angebote des Summit Club stellt, aber einsolcher Gipfel sollte nicht käuflich sein. Die Bergautobahnen gehen zu weit. Wahrlich wollen heute viele Bergsteiger das Berghotel. Die eigene Erfahrung, das individuelle Erlebnis, das Expeditionsflair sollten aber bei diesem letzten Berggipfel nicht durch den Summit Club angetastet werden. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, will der Bundesjugendleitertag vorerst sich von der Kooperation mit dem Summit Club einstellen.

Olympia

Die Jugend hat sich auf dem BJLT aus Naturschutzgründen klar gegen die Bewerbung Münchens als Olympiastandort ausgesprochen. Ich persönlich kann diese Ansicht nur bedingt teilen. Hin- und hergerissen, Olympia ist ein Massenevent. Es stellt einen Eingriff in die Natur dar, den ich nicht gut heißen kann. Wir müssen die Alpen, unsere Spielwiese, schützen. Auf der anderen Seite glaube ich, das die olympischen Winterspiele hierzulande mit wesentlich geringeren Einschnitten ins Ökosystem realisiert werden können als in anderen Ländern wo jegliche Anlagen neu gebaut und erschlossen werden müssen. Daher glaube ich, dass durch eine Durchführung in Deutschland Nachhaltigkeitsmassstäbe gesetzt werden können und dies im global Vergleich die nachhaltigere Lösung darstellt.

Slacklinen

Die JDAV will zukünftig mit den Slackline Verbänden der Schweiz und Österreichs kooperieren und sich an Guidelines zum nachhaltigen Slacklinen beteiligen.

Gender Mainstream

Schaut man in die Runden, so sind hier ungefähr die hälfte der Jugendleiterinnen und Jugendleiter weiblich. Schaut man sich die Strukturen jedoch an ist dies keine Selbstverständlichkeit. Gerade in Vorstandskremien und auf Bundes und Landesebene sind diese noch unterrepräsentiert. Der BJLT hat daher die Bundesjugendleitung beauftragt sich beim Strukturprozesses Gedanken zur Gender Thematik zu machen und einen Vorschlag zu erarbeiten wie die Frauenquote in der Jugend sinnvoll sichergestellt werden kann. Ergo wurden drei Frauen in die Bundesjugendleitung gewählt.

Selbstversorgerhütten

Die JDAV soll sich dafür einsetzen, dass Winterräume während der Bewirtschaftungszeit zur Selbstversorgung freigegeben werden sollen. Grund: gerade für die Jugend und für Jugendausfahrten sind Berghotels zu teuer und teilweise gar nicht erwünscht, da wir das Bergsteigerflair erhalten wollen.

Leistung und JDAV

Vor zwei Jahren wurde die Bundesjugendleitung beauftragt ein sinnvolle Positionierung von Leistungssport innerhalb der JDAV zu erarbeiten. Hierzu wurden von Bundesjugendleitung und Jugendausschuss vier Beschlüsse vorgelegt und vom Bundesjugendleitertag beschlossen. Leistung wurde in den Erziehungs- und Bildungszielen umformuliert und die bisher eher kritische Auffassung von Leistung neutral umgeschrieben. Ein Positionspapier zum Leistungssport wurde hitzig diskutiert und verabschiedet. Die Jugend steht Leistung und Leistungssport offen gegenüber und will gemeinsame Strukturen mit dem DAV schaffen. Mit dem dritten Antrag wurde die Bundesjugendleitung beauftragt die Ausbildungsstrukturen entsprechend zu erweitern. Last but not least wird mit dem vierten Beschluss ein integratives Konzept vorgeschlagen und empfohlen, wie sich Jugendarbeit und Leistungssport innerhalb den Sektionen strukturieren und organisieren lässt

Die neue JDAV Bundesjugendleitung wurde gewählt

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Pipo als Bundesjugendleiter, Jonas und Maxel rückten als Stellvertreter auf und noch drei Beisitzerinnen und ein Beisitzer wurden gewählt.

Spaß, alte Gesichter wiedersehen und neue kennenlernen! Party machen und genießen!

Auch Erbse war am Bundesjugendleitertag 2013 wieder mit seiner Show am Start

Auch Erbse war am Bundesjugendleitertag 2013 wieder mit seiner Show am Start

Neben dem politisieren darf das sozialisieren nicht zu kurz kommen. Mehrere Gesprächspausen und Party machen ist Pflicht! Feiern kann die Jugend. Gut und lang. Die Uhr hat heute Nacht zu unseren Gunsten getickt. Auch Erbse war wieder mit seinem Show am Start. Unser Club-Bar-Verschnitt hat bis 3 Uhr gespielt. Nicht Koffein und Zucker sondern Engagement hat den Bundesjugendleitertag heute während der Sitzung angespornt.

Die baden-württembergweite Anreise erfolgt mittels Bus. Die Sektion Schwaben des deutschen Alpenvereins ist mit sechs Jugendleitern im Reisebus gemeinsam mit Teilnehmern der Sektionen Ravensburg, Bad Waldsee, Karlsruhe, Tübingen, Pfullendorf, Moosburg und Stuttgart angereist. Der Bus wurde gemeinsam von Reni und mir organisiert. Danke für die Unterstützung Reni.

Der JDAV Bundesjugendleitertag 2013 war spitze! Hat riesen Spaß gemacht mit euch!